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Aktionstag "F.i.T. - Frauen in technische Zukunftsberufe" wieder ein voller ErfolgGroßes Chancenkapital für Frauen
Am heutigen zehnten Aktionstag „Frauen in technische Zukunftsberufe“ nahmen rund 120 Mädchen der 8. und 9. bzw. der 11. und 12. Schulstufe teil. Sie wurden dabei über die Ausbildungswege an den gewerblichen Berufsschulen, den HTL und über die technischen Studiengänge an der Fachhochschule Vorarlberg informiert. Die anschließende Exkursion in Lehr- und Ausbildungsstätten in Unternehmen der V.E.M. - Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie bot Einblicke in die Praxis.
Dass die Entwicklung der Wirtschaft und der Bevölkerung den Frauen in der Technik große Chancen eröffnet, bekräftigt der Geschäftsführer der V.E.M. in der Wirtschaftskammer Vorarlberg, Mag. Sebastian Manhart und verweist auf ein Zukunftszenario: „Vorarlberg ist eine der wirtschaftlich erfolgreichsten Regionen Europas. Fachkräfte von internationalem Format sind die Voraussetzung, um die Entwicklung des Produktionsstandortes erfolgreich zu sichern und fortzusetzen. Da die Geburtenrate rückläufig ist, wird die Nachfrage nach Technikerinnen und Technikern dauerhaft steigen – das ist eine der großen Herausforderungen der Zukunft!“
Landtagspräsidentin Dr. Bernadette Mennel, die Initiatorin des Aktionstages „Frauen in technische Zukunftsberufe“, freut sich über den bisherigen Erfolg, sieht aber keinen Grund die Hände in den Schoß zu legen: „Die Zahlen sind erfreulich und zeigen einen Trend zur Technik. Gemessen am Potenzial der Mädchen und Frauen und der zukünftigen Nachfrage am Arbeitsmarkt muss das Interesse für diese zukunftsorientierten Berufe weiterhin geweckt werden. Qualifizierte Technikerinnen haben alle Chancen am Arbeitsmarkt“, erklärt LTP Mennel.
Die aktuellen Zahlen sind für Bernadette Mennel ein großartiger Teilerfolg. Dennoch stellen Mädchen aber immer noch „nur“ über zwanzig Prozent der Studentinnen in technischen Studiengängen und knapp 10 Prozent der weiblichen Lehrlinge in technischen Berufen sowie sechzehn Prozent der HTL-Schülerinnen. „Nichts spricht dagegen,“ so Mennel, „dass es schon bald fünfzehn, zwanzig oder mehr Prozent sein könnten, denn unsere produzierende Wirtschaft braucht Technikerinnen und sehr viele Frauen sind geradezu prädestiniert für diese Berufe.“
Teilnehmende Betriebe: Doppelmayr, Grass, z-Werkzeugbau (Zumtobel), Hirschmann, Erne Fittings, Hilti Thüringen, Vorarlberger Illwerke, Bachmann Elektronik
Der Aktionstag „Frauen in technische Zukunftsberufe“ ist eine Initiative des Landes Vorarlberg und des Landesschulrates für Vorarlberg in Zusammenarbeit mit BIFO, Fachhochschule Vorarlberg und der Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie (V.E.M.).
Aktuelle Zahlen für Vorarlberg:
Lehre in der V.E.M., Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie Von 2000 bis heute hat sich die Zahl der weiblichen Lehrlinge in der Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie beinahe verdreifacht (von 36 auf 104).
Vorarlberger HTL An den drei Vorarlberger HTL hat sich der Anteil der Schülerinnen von 4,2 Prozent (2000/01) auf 16,4 Prozent (2009/10) beinahe vervierfacht. Gerade im Vergleich zum letzten Schuljahr sind heuer 75 Mädchen mehr in einer Ausbildung an den HTL (353 statt 278).
FH Vorarlberg Von 12 auf beinahe 23 Prozent zugenommen hat die Zahl der erstsemestrigen Studentinnen an der Fachhochschule Vorarlberg in den Bereichen Informatik und Mechatronik.
BIFO Das BIFO, Mitorganisator des Aktionstages seit der ersten Stunde, stellt in seinen Neigungstests in den technikrelevanten Merkmalen keine drastischen Unterschiede zwischen Mädchen und Burschen fest. In den Beratungen zeigt sich dann aber, dass bei Mädchen die emotionale Hinwendung zu technischen Berufen geringer ist. Praxiserfahrungen, wie sie der Aktionstag ermöglicht, wirken dabei mit, diesen emotionalen Bezug zu Technikberufen zu steigern.
Bildergalerien zu beinahe jeder Gruppe findet Ihr unter www.vem.at/fotos_fit_2010.html |
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