Arbeitskreise in der V.E.M.

Für die Entwicklung und Qualitätssicherung der Ausbildung



 

Anfang der 70er Jahre stand die Vorarlberger Industrie vor dem Umbruch. Mit neuen Techniken im Werkzeug- und Maschinenbau, in der Elektrotechnik und der Elektronik erhöhte sich die Produktivität markant. Aber nicht nur die Maschine, auch der Mensch musste lernen, sich diesen neuen Gegebenheiten anzupassen. Schon bald wurde in der Sektion Industrie der Ruf nach einer höheren Qualifikation der Fachleuchte laut. Neueste Technologien, verbunden mit Managementkompetenz - den Verantwortlichen war klar, dass dieses breite Wissensspektrum nicht innerhalb der damals gängigen Lehrberufspläne umzusetzen war.


1973 gründeten Ausbildungsleiter der Vorarlberger Industrieunternehmen und der Energie-wirtschaft in der Wirtschaftskammer und den Berufsschulen die bis heute wirkende Ausbildungs-Interessens-gemeinschaft

 


Zielsetzungen der Arbeitskreise
  - Zusammenlegung der Kräfte zur Optimierung der Ausbildung
- höhere Identifikation der Unternehmer mit der dualen Ausbildung
- Errichtung zusätzlicher Lehrwerkstätten in der industriellen Lehrlingsausbildung
- Neuorientierung der Berufsbilder und Lehrpläne in Richtung Neue Technologien sowie zusätzlicher Sozial- und Managementkompetenz
- Moderne Ausstattung der Berufsschulen
- Ausbildung und Training der Ausbilder
Die Meilensteine in der Geschichte der Arbeitskreise
  Einführung der Hightech-Berufe
Was 1980 als Idee in den Köpfen der Arbeitskreismitglieder begann, ist heute in ganz Österreich Gesetz. Die Hightech-Lehrberufe Anlagentechniker/-in, Maschinenmechaniker/-in und Werkzeugmechaniker/-in wurden vom Arbeitskreis konzipiert, dann 1986 als Projekt in Vorarlberg freigegeben, nach 1989 als Ausbildungsversuch in ganz Österreich eingeführt und sind seit 1997 Teil des österreichischen Regellehrwesens. Bis heute wurden bereits über 700 Lehrlinge in den Hightech-Berufen ausgebildet. Das besondere an den High-Tech Lehrberufen ist der auf die modernsten Montage- und Fertigungstechnologien zugeschnittene Lehrplan und die auf 4 Jahre verlängerte Ausbildungszeit. Zugegeben, der Leistungsanspruch an Auszubildende und Ausbilder ist hoch. Doch der Mehreinsatz macht sich bezahlt. Durch ein Mehr an Anerkennung und ein Mehr an Chancen.

Train the Trainer
Seit nunmehr über 20 Jahren werden Ausbilder speziell für den Umgang mit Lehrlingen geschult. Einige der immer wiederkehrenden Themen sind: Motivationstechniken, Jugend-Psychologie, Persönlichkeitsentfaltung, Zeitmanagement, Konflikt- und Problemlösungstechniken sowie Englisch für Ausbilder.

V.E.M.-Ausbildungsfonds
Um die Qualität der Ausbildung zu fördern, werden aus diesem Fonds Unterstützungsprämien an die ausbildenden Unternehmen bezahlt - entsprechend der Leistung der Schützlinge im jährlich stattfindenden Lehrlingsleistungswettbewerb. Ein anderer Teil der Mittel wird für Berufswahlinformationen und die Unterstützung von Ausbilderschulungen eingesetzt. Auch Sprachkurse für Lehrlinge und Ausbilder werden mit diesen Fondsmitteln unterstützt.

Enge Kooperation mit Vorarlbergs Schulen
Bei der Einrichtung der Vorarlberger Berufsschulen übernahm die V.E.M. die Funktion eines Beraters. Inzwischen sind alle Schulen des Landes modernst ausgestattet - und werden von Amerika und vielen Ländern Europa zum Vorbild für die Ausstattung ihrer Schulen genommen. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist der V.E.M. die Aus- und Weiterbildung der Berufsschullehrpersoen und Lehrpersonen der Polytechnischen Schulen.. So haben die Lehrpersonen zum Beispiel die Möglichkeit, sich jederzeit in den Unternehmen über Neue Technologien zu informieren.