Was Karriere tatsächlich ist, muss jeder Mensch anhand seiner eigenen Maßstäbe beurteilen.
Dennoch zeichnen sich einige Felder ab, die den Menschen in unserer Region und unserer Kultur wichtig sind. Sie sind einem fließenden Wandel unterworfen, wie so vieles andere auch.
Der soziale Status zum Beispiel wird heute an anderen Werten fest gemacht, als noch vor zwanzig oder dreißig Jahren. Sich ein Eigenheim oder eine schöne Wohnung leisten zu können, zählt immer noch als hoher Wert, ein großes Auto dagegen ist heute vielleicht nicht mehr so wichtig wie vor zwanzig Jahren. Reisen und attraktive Freizeitgestaltung stehen jedoch hoch im Kurs. Wer sich auch das leisten kann, hat sozusagen „Karriere gemacht“. Immer mehr Menschen wollen aber nicht nur arbeiten, um sich etwas „leisten zu können“. Immer mehr Menschen suchen in der Arbeit selbst Sinn und Befriedigung, Anerkennung und Lebensfreude.
Mit dem richtigen Bildungs- und Ausbildungsweg zur Karriere in einem ganzheitlichen Sinn.
Individuelle Eignungen und Neigungen, Talente, Fähigkeiten und Fertigkeiten sind die wesentlichsten Punkte zur Bildungs- und Berufsorientierung.
Um ein Beispiel zu nennen: ein Jugendlicher bringt hervorragende Fähigkeiten mit, um Anlagenelektriker oder Maschinenmechaniker zu werden. Seine persönlichen Interessen könnten das bestätigen, ihn aber bei den gleichen grundsätzlichen Fähigkeiten auch zu anderen Berufen wie Zahntechniker, Lebensmitteltechniker oder Umwelttechniker führen. Ein Konstrukteur von Maschinen bringt ähnliche Fähigkeiten mit, wie ein Architekt. Der eine findet aber mehr Erfüllung im Maschinenbau, der andere im Bau von Häusern oder Straßen.
Karriere in ganzheitlichem Sinne meint also neben Einkommen und Aufstiegsmöglichkeiten, neben der sozialen Anerkennung und der Arbeitsplatzsicherheit vor allem die persönliche Erfüllung und Zufriedenheit im Beruf. Unser offenes, durchgängiges Bildungssystem, die hohe Qualität aller Schulen und eine international vorbildliche Lehrlingsausbildung schaffen der Jugend in Vorarlberg beste Voraussetzungen.
Wichtig ist bestmögliche Information und darauf aufbauend die richtige Bildungs- und Berufswahl nach der Pflichtschule. Bis dahin kann nichts Falsches passieren. Es ist nicht entscheidend, ob ein Kind zum Beispiel die eine oder andere Form von Unterstufe wählt, eine AHS oder eine Hauptschule besucht. Beides ist gut und entscheidend ist, was das Kind danach gemeinsam mit seinen Eltern wählt.