Im Interview

Ehemalige Lehrlinge, heute erfolgreiche Techniker(innen).
Die Karrierewege mit Metallberufen.

Es gibt viele Karrieren in der V.E.M. – was Karriere tatsächlich ist, muss jeder Mensch anhand seiner eigenen Maßstäbe beurteilen. Die Technikerinnen und Techniker der V.E.M. haben in ihren Karrienwegen alle etwas gemeinsam: Ihr Karrierestart begann mit der Lehre in der V.E.M. Viel Spaß beim Lesen!

Anton Bereuter, Doppelmayr Seilbahnen GmbH

Anton Bereuter:
"Guter Einblick in die Praxis." 

Der 28-jährige Techniker hat die Projektleitung von "Mountain-Glider" bei Doppelmayr.

Anton Bereuter absolvierte sein 9. Schuljahr an der HTL Bregenz (Maschinenbau). Nach vielen Jahre in der Schule wollte er in die Praxis und begann deswegen seine Maschinenmechaniker-Lehre, an der er vor allem das Zusammenspiel von Theorie und Praxis schätzte. Er wusste damals, dass ihm nach der Lehre alle Möglichkeiten in Richtung Matura und Studium offenstehen. So wechselte er nach seiner Lehre in den Aufbaulehrgang Automatisierungstechnik an der HTL Bregenz und absolvierte noch ein Nachdiplomstudium zum Wirtschaftsingenieur an der Hochschule Liechtenstein. 2010 beginnt er als nächstes ein MBA-Studium in International Management. Basierend auf diesen Weiterbildungen kam Anton Bereuter auch beruflich voran: So war er zuerst für Projektierung und Verkauf auf dem Seilbahnmarkt GUS mitverantwortlich, ehe er die Projektleitung für den Mountain-Glider übernahm.

Die Entscheidung, eine Lehre zu absolvieren, würde er wieder treffen: "Durch den Einblick in die Praxis bzw. in die Werkstatt habe ich ein besseres Verständnis für unsere Produkte und wie diese hergestellt werden. Weiters sehe ich viele theoretische Ansätze von einem anderen Blickwinkel."

Michael Blum, Julius Blum GmbH

Michael Blum:
"Kann meine technisches Interesse ausleben."

Der 29-jährige Techniker ist bei Julius Blum GmbH in der Forschung für Neuprodukte (Konstruktion/Prototypenfertigung) tätig.

Bevor Michael Blum seine Lehre als Maschinenmechaniker bei der Julius Blum Gmbh begann, besuchte er die Hauptschule Höchst und ein Jahr lang auch die HTL Bregenz. Nach seinem Lehrabschluss nahm er an der Berufsweltmeisterschaft in Seoul (Südkorea) teil, von der er die Goldmedaille im Beruf CNC-Drehen mit ins Ländle brachte. Nach diesem Erfolg wechselte er in die Abteilung Sondermaschinenbau, ehe er das Kolleg für Automatisierungstechnik an der HTL Bregenz besuchte. Zurück im Unternehmen arbeitete er in der Versuchsabteilung Produkte (Bereich Empirik), von wo er in die Forschung für Neuprodukte (Konstruktion/Prototypenfertigung) wechselte.

Seine Entscheidung für eine Lehre hat Michael Blum nie bereut: "Die vier Lehrjahre waren für mich vier perfekte Lernjahre. Ich konnte mein technisches Interesse "ausleben" und zudem hat mir das Erlernte ermöglicht, einen Abschluss an der HTL zu erlangen." Neben der Teilnahme an der Berufsweltmeisterschaft hat ihm vor allem der Umgang unter den Lehrlingen und den Ausbildern imponiert. Der tägliche Betriebssport mit den Ausbildern hat beispielsweise viel zum durchwegs guten Betriebsklima beigetragen.

Marco Domig, Hilti AG

Marco Domig:
"Lehre war für meine persönliche Entwicklung wichtig."

Der 28-jährige CNC-Programmierer arbeitet bei Hilti in Thüringen.

Nach dem Besuch der Hauptschule Satteins und des Polytechnischen Lehrgangs Feldkirch bekam Marco Domig eine Lehrstelle als Maschinenmechaniker bei Hilti. Nach seinem Lehrabschluss bildete er sich zum PC- und Netzwerktechniker weiter und absolvierte die Berufsreifeprüfung. Aktuell befindet er sich an der Hochschule Liechtenstein in der Ausbildung zum Diplomierten Wirtschaftsingenieur. Sein erstes Aufgabengebiet bei Hilti nach dem Lehrabschluss war der Werkzeugbau, mittlerweile arbeitet er in der CNC-Programmierung.

Neben der tollen Zusammenarbeit im Team gefiel Marco Domig bei seiner Lehrausbildugn auch die Möglichkeit, sein eigenes Geld zu verdienen. Nicht nur deswegen würde er die damalige Entscheidung wieder so treffen: "Ich habe in der Lehrzeit nicht nur fachlich sehr viel gelernt, auch für die persönliche Entwicklung war die Lehre eine enorm wichtige Zeit."

Simon Gassner,  Julius Blum GmbH

Simon Gassner:
"Ausbilder und Lehrlinge zeigen gegenseitige Wertschätzung."

Bei Julius Blum in Höchst ist der 32-jährige Techniker im Bereich Forschung für die Konstruktion und Prototypenbau zuständig.

Vor dem Antritt seiner Lehre als Maschinenmechaniker besuchte Simon Gassner die Hauptschule Rheindorf in Lustenau und auch zwei Jahre lang die HTL Rankweil. Den Grund für seinen Wechsel aus der HTL in eine Lehre beschreibt er so: "Ich bin ein sehr praktisch veranlagter Mensch und für meine Art Neues zu lernen war die duale Ausbildung mit ihrer Mischung aus Theorie und Praxis genau das Richtige." Auch er bildete sich nach seinem Lehrabschluss weiter und legte die Berufsreifeprüfung ab. Sein Aufgabengebiet wandelte sich auch entsprechend: Vom Produktionsmechaniker im Bereich Zuführtechnik wechselte er später zum Sondermaschinenbau im gleichen Bereich. Mittlerweile arbeitet er in Konstruktion und Prototypenbau im Bereich Forschung.

Auch heute würde er wieder eine Lehre absolvieren: "Heute, mit den ganzen zusätzlichen Ausbildungsmöglichkeiten parallel oder nach der Lehre, würde mir die Entscheidung wahrscheinlich noch leichter fallen als damals." In seiner Lehrzeit hat ihn das auf gegenseitigem Respekt basierende, sehr menschliche Verhältnis zwischen Ausbildnern und Lehrlingen sehr beeindruckt.

Reinhard Karl, Grass GmbH

Reinhard Karl:
"Kombination von Theorie und Praxis spielt eine entscheinde Rolle."

Der leitende 44-jährige Techniker ist bei Grass in Höchst das Prozessmanagement im Griff.

Nach Hauptschule und Polytechnischem Lehrgang absolvierte Reinhard Karl seine Lehre als Maschinenmechaniker. Dem Lehrabschluss folgten diverse REFA-Lehrgänge und ein General Management Lehrgang, außerdem verbesserte er seine Englisch- und Computer-Kenntnisse mit einigen Seminaren. Seit seinem Lehrabschluss war bzw. ist Reinhard Karl in einigen leitenden Positionen tätig: Nach Arbeitsvorbereitung, Produktion und Logistik (und einer Funktion in Forschung und Entwichklung) ist er nunmehr für das Prozessmanagement verantwortlich.

Bei seiner Entscheidung für eine Lehre spielte die Kombination von Theorie und Praxis eine ganz entscheidende Rolle für Reinhard Karl - eine einschätzung, an der sich auch im Rückblick nichts geändert hat. "Bei einer rein schulischen Ausbildung fehlt einfach der Bezug zur Praxis. Ganz anders ist es in der Lehrausbildung: Theoretische Kenntnisse werden in der Berufsschule erlernt, die dann gleich auch in die Praxis des täglichen Arbeitens eingebaut werden können. Karriere mit Lehre ist nicht nur ein Slogan, sondern Realität!"

Christoph Kohler, Doppelmayr Cable Car

Christof Kohler:
"Keine Sackgasse sondern Sprungbrett ins Leben." 

Bei DDC - Doppelmayr Cable Car konstruiert der 26-jährige Techniker Fahrwerke.

Während seiner Maschinenmechaniker-Lehre arbeitete Christof Kohler in den verschiedensten Abteilung, lernte so Mitarbeiter, Produkte und innerbetriebliche Abläufe kennen. In einer modern ausgestatteten Lehrwerkstätte konnte er bereits während seiner Ausbildung an anspruchsvollen Werkstücken für weltweit ausgelieferte Seilbahnanlagen mitarbeiten. Bald galt sein Hauptinteresse der Zerspanung und er vertiefte seine Kenntnisse bei der Bearbeitung von Werkstücken mittels CNC-gesteuerter Dreh- und Fräsmaschinen. Auch Christof Kohler bildete sich nach Abschluss seiner Lehre weiter - er absolvierte den Aufbaulehrgang Automatisierungstechnik an der HTL Bregenz.

Eine Lehre würde Christof Kohler auf jeden Fall wieder beginnen: "Eine Lehre in der V.E.M. ist keinesfalls eine Sackgasse sondern ein ideales Sprungbrett ins Leben. Nicht nur, dass man eine bestens ausgebildete und gefragte Fachkraft auf dem Arbeitsmarkt darstellt, sondern auch die vielen Weiterbildungsmöglichkeiten machen die Lehre so interessant. Ein Aufbaulehrgang an einer HTL oder eine Studienberechtigungsprüfung mit anschließendem Studium sind nur zwei Beispiele für die vielen Möglichkeiten, die einem Gesellen nach der Lehre geboten werden."

Oliver Peintner, z-werkzeugbau-GmbH

Oliver Peintner:
"Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräfte ist hoch."

Der Bereich Montage Formenbau und Technologiezentrum bei z-werkzeugbau in Dornbirn steht unter der Leitung des 35-jährigen Technikers.

Nach dem Besuch der Hauptschule Lustenau begann Oliver Peintner seine Ausbildung zum Maschinenmechaniker. Nach seinem Lehrabschluss legte er auch noch die Meisterprüfung Maschinen- und Fertigungstechniker ab, besuchte die Werkmeisterschule für Kunststofftechnik und absolvierte einen General Management-Lehrgang. Parallel zu seinen Weiterbildungen stieg er vom Facharbeiter zum Schichtleiter und später Bereichsleiter auf. Zwischendurch war er für die Kalkulation im Bereich Arbeitsvorbereitung verantwortlich. Aktuell ist er Bereichsleiter Montage im Formenbau und Technologiezentrum.

Wenn Oliver Peintner seine Berufwahlentscheidung noch einmal treffen könnte, würde er sich wieder für eine Maschinenmechaniker-Lehre entscheiden. So wie damals wäre auch heute wieder der Wunsch nach einer Technologie-Ausbildung mit starkem Praxisbezug ausschlaggebend. Nach einer abwechslungsreichen, vielfältigen und professionellen Ausbildung hat ein ehemaliger Lehrling nach wie vor hervorragende Aufstiegschancen. Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften mit Lehrabschluss ist ungebrochen hoch.

Wernfried Müller, Alpla-Werke

Wernfried Müller:
"Schon als Kind Technik interessiert."

Der gelernte 40-jährige Maschinenschlosser ist Global Packaging Manager bei Alpla-Werke in Hard.

Nach dem Besuch der Hauptschule Bregenz-Vorkloster und der Polytechnischen Schule Bregenz begann Wernfried Müller seine Lehre als Maschinenschlosser. Nach dem erfolgreichen Lehrabschluss absolvierte er neben seiner Ausbildung zum Lehrlingsausbilder diverse Fach- und Persönlichkeitsweiterbildungen wie Projektmanagement, Rhetorik und Führungskompetenz. Nach Abteilungsleiter-Funktionen im Werkzeugbau, Pilotwerkzeugbau und der Prototypenfertigung wurde er Projektleiter für Extusionsblasen, Streckblasen und Spritzguss für Europa und Südamerika. Mittlerweile ist er als Global Packaging Manager technischer Ansprechpartner für einen oder mehrere Großkunden (Global Player) vom Konzept bis zur Produktionsreife einer Verpackung über alle Kerntechnologien.

Nachdem sich Wernfried Müller bereits als Kind sehr für Technik interessiert hatte, war die Entscheidung für eine Lehre schnell getroffen. Eine Entscheidung, die er heute wieder genau gleich treffen würde, weil die Lehrlingsausbildung speziell in Vorarlberger Unternehmen hervorrangend ist und sich in diesen weltweit tätigen für Lehrlinge ausgezeichnete Karrierchancen bieten. An der Ausbildung während seiner eigenen Lehrzeit schätzte er die den Lehrlingen im Unternehmen entgegengebrachte Wertschätzung und die durch ein Rotationssystem sehr abwechslungsreichen Ausbildungsinhalte.

Michael Peintner, Doppelmayr Seilbahnen GmbH

Michael Peintner:
"Bei der Schnupperlehre die Entscheidung getroffen."

Für die CNC-Programmierung für Zuschnitt ist der 32-jährige Techniker bei Doppelmayer verantwortlich.

Michael Peintner begann seine Maschinenschlosser-Lehre nachdem er die Hauptschule Wolfurt und die Polytechnische Schule Bregenz besucht hatte. Nach dem Lehrabschluss absolvierte er diverse CAD- und CAM-Schulungen und legte die Unternehmerprüfung ab. Derzeit besucht er Vorbereitungskurse zur Meisterprüfung. Parallel zu seinen Weiterbildungen entwickelte er sich auch beruflich weiter: CNC-Drehen, Stahlbau und CNC-Büro Zuschnitt waren seine nächsten Aufgabengebiete nach dem Lehrabschluss, nun ist er für die CNC-Programmierung für den Zuschnitt verantwortlich.

Die Entscheidung, eine Lehrausbildung zu absolvieren, fiel bei einer Schnupperlehre bei Doppelmayr. Diese Ausbildung bot Michael Peintner dann die Möglichkeit, das ganze Unternehmen kennen zu lernen - ungefähr alle 4 Monate lernte er eine neue Abteilung kennen. Er ist sich sicher, dass auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten qualifizierte Facharbeiter benötigt werden. Das dafür nötige breite Wissen und die handwerklichen Fähigkeiten kann nur die duale Ausbildung vermitteln.

Markus Konzett, Hilti AG

Markus Konzett:
"Entscheidender Vorteil bei Bewerbungen."

Der 44-jährige Techniker war damals Lehrling heute selbst Ausbilder bei Hilti in Thüringen.

Nach dem Besuch der Hauptschule Satteins und des Polytechnischen Lehrgangs in Feldkirch entschied sich Markus Konzett für eine Mechanikerlehre - er wollte damals nicht mehr zur Schule gehen und der Metallbereich hatte es ihm beim Schnuppern angetan. Wie beinahe alle ehemaligen Lehrlinge absolvierte er weitere Zusatzausbildungen wie die Werkmeisterschule für Maschinenbau und Betriebstechnik (inklusive REFA-Grundausbildung) am WIFI Dornbirn. Außerdem wurde er am ZbW St. Gallen zum Qualitätsfachmann 2000 ausgebildet und absolvierte an der Technischen Akademie in Esslingen Kurse zu den Grundlagen der Wärmebehandlungstechnik. Beruflich führte ihn sein Weg vom Produktionsmitarbeiter über den Werkzeugbau bis zur Qualitätssicherung, ehe er sich der Lehrlingsausbildung zuwendete. Von 2003 bis 2007 absolvierte er alle drei Stufen der Ausbilderakademie. Seit 2004 ist er Lehrlingsausbilder bei Hilti.

Die ganzheitliche Ausbildung, die er selbst absolvieren durfte wurde damals noch nicht von vielen Unternehmen angeboten. "Wir hatten damals - wie auch heute - ein tolles Team". Eine Lehre würde er auch jetzt wieder beginnen: "Heute kann man eine Lehre und eine Zusatzausbildung fast in der selben Zeit wie eine weiterführende Schule bewältigen." Zudem ist heute mehr denn je Berufserfahrung ein oft entscheidender Vorteil bei Bewerbungen.

Peter Kropf, Grass GmbH

Peter Kropf:
"Praxiserfahrung hilft bei weiterführender Schule oder Studium."

Die Abteilung Produktionskonstruktion und Muster bei Grass in Höchst wird vom 51-jährigen Peter Kropf geleitet.

Dem Besuch der Hauptschule Höchst und der damals noch bestehenden Polytechnischen Schule in Lochau ließ Peter Kropf eine Doppel-Lehre als Technischer Zeichner und Werkzeugmacher folgen. Danach legte er die Prüfung zum Mechaniker-Meister ab. Sein beruflicher Werdegang führte ihn vom Werkzeugbau über die Werkzeugkonstruktion bis zur Leitung Produktkonstruktion und Musterbau.

Eine Lehre, an der ihm damals das Konstruieren und Bauen von Werkzeugen am besten gefallen hat, würde Peter Kropf jederzeit wieder beginnen: "Eine praktische Ausbildung ist immer hilfreich, vor allem wenn man sich für eine weiterführende Schule oder Studium entscheidet. Der Zugang zur Theorie wird durch die praktischen Erfahrung erleichtert." Eine Lehre ist damals wie heute die perfekte Verknüpfung von Theorie und Praxis.

Franz Jussel, Julius Blum GmbH

Franz Jussel:
"Sozialkompetenz ist in meinem Job wichtig.

Als Gruppenleiter im Bereich Härte- und Oberflächentechnik braucht der 40-jährige Techniker auch seine erlernten Kommunikations- und Konfliktfähigkeiten.

Nach dem Hauptschulbesuch in Lustenau absolvierte Franz Jussel eine Lehre als Werkzeugmacher - ein Lehrberuf, der heutzutage dem Werkzeugbautechniker entspricht. Ein paar Jahre nach seinem Lehrabschluss investierte er wieder viel Zeit in seine Ausbildung: Neben dem "Werkmeister Maschinenbau - Betriebstechnik" und dem "Fachtechniker Maschinenbau - Betriebstechnik" legte er auch die Berufsreifeprüfung ab. Diese Weiterbildungen beschleunigten auch seine Karriere: Nachdem er zuerst Facharbeiter (Werkzeuginstandhaltung bzw. Neuwerkzeugbau) war, wurde er Gruppenleiter - zuerst im Bereich Neuwerkzeugbau Stanzen Rollschubführungen, später im Bereich Härte- und Oberflächentechnik. Förderlich war dabei sicherlich auch die Bronzemedaille bei den world skills 1991 in Amsterdam im Beruf Werkzeugmacher.

Diese Karriere bestätigt die Entscheidung Franz Jussels für eine Lehre, an der die Möglichkeit, einen interessanten Beruf in Theorie und Praxis zu erlernen, und die damals schon gut organisierte Ausbildungsstruktur bei Blum schätzte: "Mit einer Lehre wird der Grundstein für eine solide Berufslaufbahn gelegt" ist er sich sicher.

Thomas Zauser, Alpla-Werke

Thomas Zauser:
"Die Weiterentwicklung ist stets geöffnet." 

Als Produktdesigner bei Alpla-Werke in Hard kommt der 24-jährige Techniker kommt in der ganzen Welt umher.

Nach Hauptschule und Polytechnischer Schule absolvierte Thomas Zauser eine Lehre als Werkzeugmacher bei Alpla. ehe er sich zum Lehrlingsausbilder weiterbildete. Beruflich war er zuerst als Werkzeugmacher im Spritzgusswerkzeugbau tätig und wurde danach in diesem Bereich Lehrlingsausbilder. Nach ungefähr zwei Jahren wechselte er zum Produkt-Design, wofür er eine berufsbezogene Ausbildung absolvierte.

Die Entscheidung für eine Lehre fällte Thomas Zauser damals, weil er die Zukunftsmöglichkeiten mit einer Lehrausbildung gerade bei Alpla gesehen hatte. Diese Entscheidung hat er nie bereut, "weil bei Alpla eigentlich alle Türen offen stehen - da Alpla ein weltweites Unternehmen ist, besteht auch die Möglichkeit bei Interesse ins Ausland zu gehen. So habe ich zum Beispiel über ein halbes Jahr in Mexiko verbracht und dort neue Mitarbeiter im Bereich Produkt-Design ausgebildet."

Michael Beer, Julius Blum GmbH

Michael Beer:
"Die Lehre ist keine Sackgasse."

Bei Julius Blum in Höchst ist der 36-jährige Michael Beer nun selbst für die Lehrlingsausbildung im Breich CNC-Drehen zuständig.

Michael Beer begann nach der Hauptschule Wolfurt und einem Schnupperjahr in der HAK seine Lehrausbildung in der Doppellehre Werkzeugmaschineur und Technischer Zeichner. Nach seinem Lehrabschluss absolvierte er die Ausbildung zum CNC-Techniker, belegte diverse Zerspanunungs-und Rhetorik-Seminare und das Future Kolleg der V.E.M. Nach einem ersten Karriereschritt zum Zerspanungstechniker im Bereich CNC-Fräsen wurde er Lehrlingsausbilder im Bereich CNC-Drehen und auch Lehrlingstrainer im worldskills-Team von Blum. Nebenbei ist er CNC-Trainer im WIFI.

Bei seiner Berufswahl war für Michael Beer die Freude an der Technik der ausschlaggebende Grund für die sehr abwechslungsreiche und vielseitige Ausbildung in der Doppellehre. Eine Entscheidung, die er nie bereut hat - im Gegenteil: Könnte er heute noch einmal wählen, würde er sich genau gleich entscheiden - vor allem weil sich mit einer Lehre sehr viele Möglichkeiten öffnen, sich weiterzuentwickeln.

Thomas Bertsch, Hirschmann Automotive

Thomas Bertsch:
"Das Praktische sollte man zuerst lernen."

In einem Betrieb wie Hirschmann Automotive in Rankweil Entwicklungskonstrukteur zu sein, ist eine spannende Aufgabe für den 23-jährigen Techniker.

Nachdem er die Hauptschule Satteins und den Polytechnischen Lehrgang in Feldkirch absolviert hatte, begann Thomas Bertsch seine Lehre als Werkzeugmechaniker. Nach seinem erfolgreichen Lehrabschluss besuchte er den Aufbaulehrgang für Automatisierungstechnik an der HTL Bregenz. Neben den beruflichen Aufgaben bildete er sich in dem Bereich Werkzeugbau (Erodieren) weiter. Mittlerweile ist er Entwicklungskonstrukteur für Motorraum und Karosserie.

Die Lehre, für die er sich damals wegen des starken Praxisbezugs entschieden hatte, würde Thomas Bertsch jederzeit wieder absolvieren, "da man zuerst das Praktische lernen sollte". Die anschließende Schulausbildung ist so oft leichter und besser verständlich.

Philipp Geiger, Hirschmann Automotive

Philipp Geiger:
"Enorme Erleichterung für das weitere Berufsleben."


Der 26-jährige Techniker ist im technischen Einkauf für Hirschmann Automotive in Rankweil tätig.

Nachdem er die Hauptschule Gisingen und die Bundeshandelsschule Feldkich absolviert hatte, entschied sich Philipp Geiger noch für eine Lehre. Dem Lehrabschluss als Werkzeugmechaniker ließ er dann den Aufbaulehrgang für Maschinenbau und Automatisierungstechnik an der HTL Bregenz folgen. Zudem spezialisierte er sich im Bereich CNC-Fräsen im Werkzeugbau weiter. Mittlerweile arbeitet er im technischen Einkauf. Während seiner Ausbildungszeit als Lehrling hat Philipp Geiger vor allem das genaue Arbeiten, der Umgang mit verschiedenen Metallen und das breite Aus- und Weiterbildungsangebot gefallen.

Eine Lehre würde er sofort wieder absolvieren: "Ich habe sehr viel im praktischen und auch theoretischen Bereich gelernt. Die dabei erworbene praktische Erfahrung hat mir den Einstieg ins Berufleben enorm erleichtet."

Urban Kölbl

Urban Kölbl, Julius Blum GmbH

Urban Kölbl:
"Handwerkliches Geschick und Basiswissen erlernt."

Heute ist der 33-jährige Techniker Meister der Abteilung Werkzeuginstandhaltung Werk 4 bei Julius Blum GmbH.

Nachdem er die Hauptschule Hard/Markt und die Polytechnische Schule Bregenz absolviert hatte, entschied sich Urban Kölbl für eine Lehre. Dem Lehrabschluss als Werkzeugmechaniker ließ er dann noch die Meisterprüfung Maschinen- und Fertigungstechniker im WIFI folgen. Nach dem Lehrabschluss arbeitete er zuerst als Intandhalter und danach als Projektmitarbeiter in der Werkzeuginstandhaltung, eher er Gruppenmeister der Gruppe technischer Support / Werkzeuginstandhaltung im Werk 4 wurde. Mittlerweile ist er Meister der Abteilung Werkzeuginstandhaltung im gleichen Werk.

Urban Kölbl würde jederzeit wieder eine Lehre beginnen: "Ich habe in der Lehre handwerkliches Geschick und sehr viel Basiswissen mitbekommen. Da das Basiswissen in der Praxis und nicht nur "theoretisch" gelernt wurde, finde ich, dass die Lehre auch eine gute Basis für Weiterbildungen ist." Waren es Anfangs noch das Bearbeiten von Stahl und die vielen Einsatzmöglichkeiten dieses Werkstoffes, die ihn faszinierten, war es nach der Lehre die Praxisnähe in der Produktion. Gute Ideen können schnell umgesetzt werden, der Erfolg ist sofort erkennbar.