Im Interview

Ehemalige Lehrlinge, heute erfolgreiche Techniker(innen). Die Karrierewege mit Elektroberufen.

Es gibt viele Karrieren in der V.E.M. – was Karriere tatsächlich ist, muss jeder Mensch anhand seiner eigenen Maßstäbe beurteilen. Die Technikerinnen und Techniker der V.E.M. haben in ihren Karrienwegen alle etwas gemeinsam: Ihr Karrierestart begann mit der Lehre in der V.E.M. Viel Spaß beim Lesen!

Andrea Draxl, TridonicAtco

Andrea Draxl: 
"Lehre ist eine gute Grundlage."

Die 27-jährige Technikerin ist bei TridonicAtco in Dornbirn in der Abteilung Logistik und Supply Chain Management tätig.

Nach der Haupt- bzw. Mittelschule und Poytechnischer Schule startete Andrea Draxl eine technische Lehre als Anlagenelektrikerin. Nach dem Lehrabschluss "doppelte" sie mit der Berufsreifeprüfung nach, die ihr den Weg zum berufsbegleitenden Wirtschaftsingenieurstudium an der FH Vorarlberg bereitete und absolviert derzeit das Master-Studium Business Process Engineering.

Der Grund eine Lehre zu beginnen, war schlicht und einfach: "Ich wollte mein eigenes Geld verdienen." Sie schätzte gleich die Kombination aus Grundlagen in der Lehrwerkstatt lernen und das anschließende praktische Umsetzen in den Abteilungen. Sie würde jederzeit wieder die Entscheidung für die Lehre treffen: "Meiner Meinung nach ist es wichtig, eine gute Grundausbildung zu haben, denn darauf wird die weitere berufliche Laufbahn aufgebaut."

Johannes Geser, TridonicAtco

Johannes Geser:
"Während der Lehre wertvolle Erfahrungen gesammelt."

Der 22-jährige Techniker Johannes Geser arbeitet in der Abteilung "Global Project Support Controls" bei TridonicAtco in Dornbirn.

Nach der Haupt- bzw. Mittelschule besuchte er die HTL Bregenz (Elektrotechnik), ehe er seine Lehre als Anlagenelektriker begann. Ende 2009 schloss er die Vorbereitung für den Fachkurs Elektrotechnik ab, den er wegen seines beruflich bedingten Auslandsaufenthalts in Sydney Anfang 2011 beginnen wird. Bei TridonicAtco arbeitete er im "Global Project Support LED", anschließend im Bereich "Global Project Support Controls". Seine Aufgabengebiete sind projektspezifische Konzepte von Lichtsteuerungs- und Lichtmanagementsystemen auszuarbeiten, diese in Betrieb zu nehmen und technisch zu unterstützen.

Neben der handwerklichen Arbeit war für ihn auch das selbst verdiente Geld ausschlaggebend eine Lehre zu beginnen. In der Lehre sammelte er sehr wertvolle Erfahrung – vor allem beim Auslandsaufenthalt in Schweden und im praktizierten Rotationssystem, durch das er viele Abteilungen kennen lernte. "Das hat schlussendlich auch die Entscheidung erleichtert, welche berufliche Richtung ich einschlagen und welche der vielen Chancen ich nützen will."

Claus Hechenberger, TridonicAtco

Claus Hechenberger:
"Jederzeit wieder eine Lehre beginnen."

Der 28-jährige Techniker ist Section Leader und Project Manager bei TridonicAtco in Shezhen/China.

Nach der Haupt- bzw. Mittelschule und der Polytechnischen Schule begann er die Lehre als Anlagenelektriker, die er erfolgreich absolvierte. Als ersten Weiterbildungsschritt entschied er sich für die Fachakademie für angewandte Informatik setzte. Diese Ausbildung ist derzeit auf Grund seines beruflichen Engagements in China unterbrochen.

"Aus heutigem Blickwinkel würde ich wieder eine Lehre machen. Sie bietet mit der Kombination von Theorie und Praxis den optimalen Einstieg ins Berufsleben." Nach dem Einstieg ging seine Laufbahn vom Anlagenbetreuer über Messtechniker und Entwickler bis zum Senior Design Engineer Electronic.

Emanuel Lässer, Zumtobel Lighting Brands

Emanuel Lässer:
"Mehr denn je für eine Lehre."

De 27-jährige Techniker ist bei Zumtobel Lighting Brands (ZLB) in der Positon "Lean Six Sigma Master Black Belt".

Er besuchte die Hauptschule und die Polytechnische schule, ehe er seine Lehre als Anlagenelektriker begann. Nach Abschluss seiner Lehre absolvierte er diverse Weiterbildungen wie ein Junior Manager Seminar oder die Ausbildung zum Six Sigma Black Belt. Seine Karriere entwickelte sich parallel zu seinen Weiterbildungen: Nach zwei Jahren als Schichtleiter arbeitete er im Process Engineering (verbunden mit Auslandsaufenthalten in Australien und Rumänien). In Zusammenhang mit der Einführung von "Lean Six Sigma in Operations" wechselte er in die Rolle eines "Black Belts" und arbeitete in verschiedenen Effizienzsteigerungsprogrammen mit, ehe er 2010 zum Master Black Belt aufstieg.

Aus heutiger Sicht würde Emanuel Lässer sich mehr denn je für eine Lehre entscheiden: "Die Lehre als Anlagenelektriker hat mir aus meiner Sicht den richtigen Einstieg ins Berufsleben geboten. Durch kompetente Ausbilder habe ich nicht nur Fachwissen, sondern auch soziale Kompetenz vermittelt bekommen. Stetige interne und externe Weiterbildungsmaßnahmen, schon während der Lehrzeit, haben zusätzliche Kenntnisse zu den vorgeschriebenen Lehrinhalten vermittelt. Die Lehre in einem ausgezeichneten Lehrbetrieb zu absolvieren bietet auch besondere Chancen nach bestandener Lehrausbildung. Eine wesentliche Entscheidungshilfe für die weitere berufliche Laufbahn bietet das Rotatiossystem für Lehrlinge bei Zumtobel. Dadurch erhält man die Möglichkeit verschiedenste Unternehmensbereiche kennen zu lernen und aktiv zu erleben. Mittlerweile bieten verschiedene Institutionen hervorragende Weiterbildungsmöglichkeiten für Berufstätige, sodass es jederzeit möglich ist, diesen Weg zusätzlich einzuschlagen. Ich persönlich halte es für wichtig nach der Lehre zuerst praktische Erfahrungen im Berufsleben zu sammeln, bevor man sich für weitere Fortbildung entschließt."

Alexander Köllemann, Julius Blum GmbH

Alexander Köllemann:
"Technische Berufe bleiben immer spannend."

Der 38-jährige Alexander Köllemann arbeitet bei Julius Blum GmbH als Abteilungsmeister Gebäudetechnik und Anlagensteuerungstechnik

Nach Besuch von Hauptschule und Polytechnischer Schule begann Alexander Köllemann seine Lehre als Betriebselektriker. Weitere Ausbildungen wie die Berufsreifeprüfung und die Befähigungsprüfung Elektrotechniker brachten ihn in seiner Karriere weiter voran. Während seiner Zeit als Anlagensteuerungstechniker war er auch bei Blum in den USA für die Montage und Inbetriebnahme einer Montageanlage verantwortlich. Ausbilder für den Beruf Anlagenelektriker war ein weiteres Aufgabengebiet, ehe er Abteilungsmeister für Gebäudetechnik und Anlagensteuerungstechnik wurde.

Rückblickend war die Entscheidung für eine Lehre für Alexander Köllemann die richtige: "Als Anlagensteuerungstechniker (Lehre Anlagenelektriker) hat man ein großes Aufgabengebiet wie beispielsweise die Optimierung von bestehenden Anlagen in Hard- und Software, die Projektmitarbeit bei Umbauten oder Neuanlagen, Fehlersuche und Instandsetzung von Anlagen - aber auch Arbeiten am PC. Die Herausforderung kommt mit neuen Technologien auch nie zu kurz." Von seiner Lehre - für die er sich entschieden hatte, weil er unbedingt Elektriker werden wollte, ist ihm vor allem die Erstellung eines Prüfgerätes - von Planung, Hardwareaufbau, Verdrahtungs Programmierbare Steuerung (VPS) bis zur Dokumentation - in Erinnerung geblieben.